Schulgemeinschaft

Schüleraustausch

deutsch-französischer Austausch    und     deutsch-amerikanischer Austausch



Austausch zwischen dem Gymnasium Sedanstraße und dem Collège Brocéliande in der Bretagne - 30 Jahre Tradition

An unserem Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Sedanstraße und dem Collège Brocéliande können jedes Jahr Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufe teilnehmen (Französisch als 2. Fremdsprache, ggf. auch als 3. Fremdsprache). Je nach Nachfrage öffnen wir den Austausch auch für jüngere oder ältere Interessierte.
Im Dezember, während der „typisch“ deutschen Adventszeit, nehmen die deutschen Schülerinnen und Schüler ihren französischen Gast bei sich auf, den sie dann im Mai/Juni in Frankreich wiedersehen. Beide Schülergruppen besuchen 12 Tage lang das Gastland, erleben den Alltag in der Familie und im Freundeskreis ihres Austauschpartners, gehen zur Schule und lernen dabei auch das Schulsystem des Gastlandes kennen. Außerdem nehmen sie an einem begleitenden Programm teil. Dieses umfasst zum einen eine deutsch-französische Projektarbeit, bei der die Schülerinnen und Schüler in deutsch-französischen Gruppen Themen im Umfeld des Austausches gemeinsam erarbeiten und präsentieren, zum andern verschiedene Besichtigungen, die den Schülerinnen und Schüler möglichst breit gestreute Einblicke in das jeweilige kulturelle, gesellschaftliche und alltägliche Leben des Gastlandes und der besuchten Region verschaffen.
Die deutschen Teilnehmer besuchen in der Regel Rennes (Hauptstadt der Bretagne) und unternehmen Exkursionen zum Mont St. Michel (und der Hafenstadt St. Malo) und zum Golf du Morbihan, wo sie nicht nur einige Zeit am Strand verbringen, sondern auch eine der vielfältigen Sehenswürdigkeiten besichtigen: Besucht wurden zum Beispiel schon das mittelalterliche Schloss Suscinio, ein neolithisches Hügelgrab des Petit Mont, das den Deutschen im zweiten Weltkrieg als Bunker diente, aber auch Salzgärten und das zu ihnen gehörige Naturschutzgebiet. Weitere sehr häufige Exkursionsziele sind etwa ein Freilichtmuseum der Bretagne, das die landwirtschaftliche Tradition der Bretagne eindrucksvoll vermittelt, und die französische Offiziersschule Saint-Cyr-Coëtquidan, die sich in unmittelbarer Nähe der französischen Schule befindet. Daneben sind je nach individueller Jahresplanung noch weitere Unternehmungen möglich.
Der Austausch bietet den Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre französischen Sprachkenntnisse anzuwenden, intensiv zu trainieren und zu erweitern. Daneben lernen sie französische und bretonische Kultur, Geschichte, Gesellschaft und französisches Alltagsleben kennen; Einblicke in die deutsch-französische Geschichte und die heutigen deutsch-französischen Beziehungen ergeben sich dabei gerade bei den Besichtigungen häufig wie von selbst. Nicht zuletzt aber können die Teilnehmer sich selbst in ungewohnten Rollen, Lebensformen und -situationen erfahren und bewähren: Sowohl als Gastgeber als auch als Gast sind sie unter anderem gefordert, offen, sensibel und tolerant dem andern gegenüber aufzutreten, sich anzupassen, aber auch sich in fremden Situationen zu behaupten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen: für sehr viele Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Erfahrung, an der sie persönlich reifen.

Zur Tradition des Austausches

Unser Schüleraustausch mit dem Collège Brocéliande besteht nun seit 35 Jahren: Gegründet wurde er 1976 von Monique Guisse und Maria Hilpert, pensionierte Lehrerin an unserer Schule. Viele dauerhafte deutsch-französische Freundschaften sind seitdem entstanden. Wir freuen uns, die Tradition fortsetzen zu können.

Unsere Partnerschule

Unsere Austauschschule gehört zu einem 1965 gegründeten großen Schulzentrum, der Cité Scolaire de Brocéliande, die in der ländlichen Gemeinde Guer-Coëtquidan liegt (Département 56: Morbihan). Brocéliande ist der Name eines Waldgebietes, an das sich zahlreiche bretonische Sagen knüpfen (u. a. auch der Sagenkreis um König Arthus, mit so bekannten Gestalten wie der Fee Morgane oder Merlin, dem Zauberer). Mit Coëtquidan verbindet man dagegen in Frankreich vor allem die oben schon erwähnte berühmte französische Offiziersschule, die auch einen der wichtigsten Arbeitsgeber der Gemeinde darstellt.
Das Schulzentrum steht in einem 13 Hektar großen Parkgelände. Zu ihm gehören vier Schulen:
  • le Collège (entspricht unserer Unter- und Mittelstufe) mit etwa 460 Schülern
  • le Lycée (entspricht unserer Oberstufe) mit etwa 380 Schülern,
  • le Lycée des métiers (Schule für Logistik und Transport) mit etwa 240 Schülern
  • Post-BAC (eine Art Fachhochschule für Verwaltung und Transport) mit etwa 50 Schülern
Zu dem Zentrum gehören außerdem ein Verwaltungstrakt, ein Internat, eine Kantine, eine große Bibliothek (CDI), eine Krankenstation und ein Sportbereich.
Im Collège und Lycée Brocéliande wird Deutsch als erste, zweite und dritte Fremdsprache unterrichtet. Viele Schüler lernen Deutsch gleichzeitig mit Englisch als erste Sprache (classe bilangue), später lernen sie dann eventuell noch Spanisch und/oder Latein. Die Schülerinnen und Schüler unseres Austausches gehören zur Abteilung Euro allemand, in der die deutsche Sprache einen besonderen Schwerpunkt innehat.
Weitere Informationen über unserer Partnerschule findet man auf ihrer Internetseite: http://www.citescolairebroceliande.fr

Unser Schüleraustausch 2016/2017

Besuch der Franzosen in Wuppertal
Unser Besuch in Frankreich



Deutsch-Amerikanischer Schüleraustausch

Am Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Sedanstraße und der Milan High School, in Milan, Michigan, USA, nehmen jährlich Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 teil. Sowohl die deutsche als auch die amerikanische Gruppe hält sich mit ihren Begleitern zum Schulbesuch ca. 3 1/2 Wochen im jeweiligen Gastland auf und absolviert gleichzeitig ein umfangreiches Besichtigungsprogramm, das mit den jeweiligen Koordinatoren abgesprochen ist. Der Aufenthalt regt die deutschen Schüler dazu an, Hemmschwellen bezüglich der Sprachanwendung zu überwinden und bietet ihnen Gelegenheit, ihre in der Schule erworbenen Fremdsprachenkenntnisse in der Praxis zu erproben und erheblich zu erweitern. Während ihres Schulbesuches in der High School lernen die deutschen Schüler die Unterschiede zwischen deutschem und amerikanischen Schulsystem durch persönliche Erfahrung kennen; darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, auch an einer Unterrichtsstunde in der Elementary School und Middle School teilzunehmen. Das den deutschen Schülern angebotene Besichtigungsprogramm ist so zusammengestellt, dass es einerseits auf typisch amerikanische und regionale Charakteristika aufmerksam macht, andererseits persönliche Erfahrung hinsichtlich verschiedener Themenbereiche in der Oberstufe ihres Gymnasiums ermöglicht: Fahrten nach Lansing (Kapitol in der Hauptstadt Michigans), Detroit (Architektur z.B. des Renaissance Centers und Zentrum der Automobilindustrie), Mackinaw Island (einer autofreien Insel im Lake Huron an der Grenze zu Kanada), Ann Arbor (Möglichkeit der Teilnahme am Unterricht in der University of Michigan), Dearborn (Henry Ford Museum, Greenfield Village mit z.B. Thomas Edisons Laboratorien) verschaffen zusätzliches Hintergrundwissen, das die SchülerInnen in ihren jeweiligen Kursen bis zum Abitur erfolgreich einsetzen können. Darüber hinaus bietet das Austauschprogramm in hohem Maße Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung: Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Aufgeschlossenheit und Kontaktfreude sowie Toleranz und auch Durchsetzungsvermögen sind z.B. Charakteristika, die den Schülern helfen, erfolgreich am Austausch teilzunehmen und die im Gastland entstandenen Freundschaften und Kontakte aufrechtzuerhalten und zu intensivieren. Im Laufe der Jahre hat sich über den Schüleraustausch hinaus ein Elternaustausch entwickelt. Auch ein Künstleraustausch konnte inzwischen realisiert werden. Überdies haben seit Beginn des Programms etliche ehemalige AustauschteilnehmerInnen aus beiden Ländern auf eigene Faust und ohne Unterstützung des Lehrers ihren Austausch privat fortgesetzt und intensiv zur Kontaktpflege beigetragen.

Videos:

Dateien:
Ergänzend bieten wir Ihnen hier noch einen Bericht von Sarah Swoboda aus dem Jahr 2010 an.