Das Schulprogramm

2.1 Geschichte, Lage, Gebäude

Die Geschichte der Schule
Das Gymnasium Sedanstraße ist eine Schule mit langer Tradition. Gegründet wurde es 1579 als Realgymnasium. Seit 1903 befindet sich die Schule in dem Gebäude an der Sedanstraße. Im vorletzten Jahrhundert wurden an der ehemaligen Jungenschule bereits Mädchenklassen eingeführt, seit 1961 wird die Schule als selbstständiges Aufbaugymnasium geführt.
Die Schule ist heute ein allgemeinbildendes, mittelgroßes Gymnasium in Wuppertal Barmen, welches sich als modernes Gymnasium, im ständigen Wandel versteht – der Tradition verpflichtet und zukunftsorientiert.

Die Lage der Schule
Das Gymnasium Sedanstraße liegt in Wuppertal-Barmen in der Nähe des Alten Markt und ist mit allen Verkehrsmitteln (Bus, Schwebebahn und S-Bahn) sehr gut zu erreichen. So gibt es z. B. direkte Busverbindungen von Wuppertal-Ronsdorf oder Wuppertal-Dönberg und eine Fahrt dauert in der Regel nicht länger als 20 Minuten. Auch die Nachbarorte Schwelm, Haßlinghausen, Gevelsberg und Sprockhövel sind verkehrstechnisch gut angeschlossen.
Die Eröffnung der Nordbahntrasse im Dezember 2014 ermöglicht der Schule einen großen neuen Gestaltungsspielraum. Der Zugang zur Trasse befindet sich an der Viktorstraße, somit in unmittelbarer Nähe der Schule. Dadurch ist die Schule mit dem Fahrrad ausgezeichnet erreichbar. Mittlerweile haben sich schulische Initiativen entwickelt, z. B. eine Fahrrad-AG sowie die Übernahme einer Patenschaft für einen Trassenabschnitt. Auch erste Kooperationen mit anderen Schulen und Initiativen (z. B. UTOPIA-Stadt am Mirker Bahnhof) werden in Zukunft leichter zu verwirklichen sein.

Das Gebäude und seine Ausstattung
„Barmen hat ein Schulgebäude erhalten von seltener Eigenart und Schönheit.“ So charakterisierte der Barmer Oberbürgermeister Dr. August Lentze in seiner Festrede zur Einweihung des neuen Schulgebäudes am 28. April 1903 unseren heutigen Altbau. Dass dieses auch heute noch so ist, verdanken wir einer äußerst aufwändigen und stilvollen Totalsanierung im Jahre 2002.
Unsere 1579 gegründete Schule hat es im Laufe ihrer langen Geschichte auf sieben Schulgebäude gebracht. Der Altbau entstand in den letzten Jahren des Historismus. Zugrundegelegt wurde dem Entwurf als Vorbild die Stilepoche der sogenannten „Deutschen Frührenaissance“. Es finden sich auch Stilelemente der Gotik und – vor allem in der Innenausstattung - des Jugendstils. Die Architektur unseres Gebäudes wurde städtebaulich an den anderen Monumentalbau der Sedanstraße angepasst, nämlich an den 1902 eröffneten Bau des Barmer Amtsgerichtes. Seit neuestem ist das sehr aufwändig renovierte und restaurierte Gebäude Sitz der Wuppertaler Abteilung der Musikhochschule Köln.
Unser Schulgebäude ist ästhetisch interessant, dabei auch sehr funktional. Der Gesamtkomplex unseres Altbaus bildet einen rechten Winkel. Er gliedert sich in das Hauptgebäude sowie die alte Turnhalle an der Sedanstraße und in den Klassenzimmertrakt des Altbaus. Nach außen hin liegt die Schauseite an der Sedanstraße. Vom Schulhof, also von der Innenseite des rechtwinklig gebauten Gesamtgebäudes her, ist es damals wie heute umgekehrt. Hier bildet der Klassenzimmertrakt die Schauseite zum Schulhof und zur Barmer Innenstadt hin. Höhepunkt der Räume ist die Aula. Die Grundform erinnert an eine gotische Kirche. Deren Inneneinrichtung war bis zur Zerstörung vom Jugendstil geprägt.
Der heutige siebte Bau verlor in der Bombennacht des „Barmer Angriffs“ vom 30. Mai 1943 sein Originaldach, seine damalige Aula, und die Turnhalle brannte aus.In den siebziger Jahren wurden unsere „Neubauten“ errichtet, also die „Neue Turnhalle“ und die drei Trakte „Naturwissenschaftsblock“ (Fachräume für Erkunde, Biologie, Physik und Chemie sowie ein Videoraum für Fremdsprachen), „Block 3“ „Block 4“ . Diese Einrichtungen wurden mittlerweile wie der Altbau saniert und entsprechen nun den neuesten Brandschutzvorschriften.
Im Jahre 2007 wurde die Renovierung der Aula abgeschlossen, die mit moderner Technik ausgestattet wurde, ohne dass ihre hervorragende Akustik und ihr architektonischer Charme verloren gegangen sind.
Als letztes bauliches Projekt wurde 2011 die Mensa eingeweiht. Der moderne kubische Bau wurde auf dem Schulhof über der Turnhalle errichtet und wird mittlerweile nicht nur für die tägliche Mittagspause, sondern als ganztägig geöffneter Raum für die Oberstufe und für die Gremienarbeit in größeren Gruppen gerne genutzt.

Auch die Ausstattung der anderen Räume ist den Anforderungen einer modernen Lernumwelt angepasst. So verfügen alle Klassen- und Fachräume über einen Internetanschluss, in fast allen Räumen kann ein WLAN-Netz aufgebaut werden. Insgesamt verfügt die Schule über einen Computerfachraum mit 20 Schülerarbeitsplätzen.

Seit dem Schuljahr 2017/2018 bieten wir den Unterricht in Lehrerräumen an, welches eine erhebliche Umstrukturierung aller Räumlichkeiten und deren Ausstattung mit sich bringt.