Schulnachrichten

China-Austausch 2017
[24.09.2017]

AUSTAUSCH WUHAN/WUPPERTAL

Schuljahr 2017

有朋自遠方來,不亦樂乎?


Yǒu péng zì yuǎn fāng lái, bù yì yuè hū?
Wenn ein Freund von weit her kommt, ist das nicht auch eine Freude?
Konfuzius

Zu den jährlich angebotenen Austauschprogrammen des Gymnasiums Sedanstraße gehört auch ein Austausch mit der WUHAN HIGH SCHOOL in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei in der Volksrepublik China! In Begleitung eines unserer Lehrkräfte reisen seit 2015 Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase ins Land der Mitte, um dort in zwei aufregenden Wochen die Sprache und Kultur Chinas kennenzulernen, internationale Freundschaften zu schließen und Erfahrungen zu machen, die sie ihr gesamtes Leben begleiten werden.

Doch bevor es vom Düsseldorfer Flughafen aus ins mehr als 8500 Kilometer entfernte Wuhan geht, bereiten wir die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in regelmäßig stattfindenden Nachmittagskursen intensiv auf den Austausch vor: Einführungskurse in Chinesisch und die Grundlagen der asiatischen Geschichte stehen ebenso auf dem Plan, wie die örtlichen Sitten & Gebräuche, spannende Sehenswürdigkeiten und die (Pop)Kultur Chinas. Zudem konnten wir in Kooperation mit weiteren Schulen aus dem Bergischen Land zahlreiche Firmen und Institutionen als Förderer des China-Austausches gewinnen, die sich nicht nur finanziell, sondern auch mit Einblicken in die internationale Wirtschaft beteiligen.
Gut vorbereitet machen wir uns dann ca. eine Woche vor Beginn der Osterferien auf den Weg nach China – bevor die Schülerinnen und Schüler allerdings in Gastfamilien den chinesischen Schulalltag kennenlernen, besuchen wir zunächst für drei Tage die chinesische Hauptstadt Peking. Unser örtlicher Reisebegleiter zeigt den Austauschschülern nicht nur die Verbotene Stadt und den Himmelstempel, die Große Mauer und den Sommerpalast sondern noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten hier auch bereits einen ersten Einblick in die für Mitteleuropäer so (vermeintlich?) fremde Kultur: Auf der Speisekarte stehen Peking-Ente und Hot-dry-Noodles, Tee und Mungobohnen-Drinks - und was immer die vielen Street Food Stände in dieser Saison im Angebot haben. Abends erkunden wir in kleinen Gruppen das nächtliche Peking, bevor es zurück ins Hotel geht.
Spätestens nach drei Tagen in der chinesischen Hauptstadt hat auch der Letzte den Jetlag überwunden und alle sind bereit für die Weiterfahrt. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug geht es in die einige Stunden entfernte Wirtschaftsmetropole Wuhan; dort werden die Schülerinnen und Schüler bereits von den Gastfamilien erwartet.
Unsere Teilnehmer nehmen in den nächsten 1,5 Wochen unmittelbar am Alltag der chinesischen Gastfamilien teil. Sie leben direkt in den Familien ihrer gastgebenden Schüler und besuchen mit ihnen den Unterricht an der Wuhan High School. Neben Sprachunterricht auf Chinesisch und Deutsch können sich die Schülerinnen und Schüler auf einen wahrlich exotischen Sportunterricht, einen so ganz anderen Musikunterricht und einen traditionellen Kunstunterricht freuen. Ganz nebenbei erleben die Schülerinnen und Schüler dabei andere pädagogische Konzepte und lernen spielerisch die Grundlagen der zu Beginn noch so fremden Sprache.
Doch auch die Freizeit kommt während des zweiwöchigen Aufenthalts nicht zu kurz: Wir unternehmen gemeinsame Ausflüge zum historischen Yellow Crane Tower und dem beeindruckenden Hubei Provinzmuseum. Ein besonderes Highlight ist auch der Besuch der renommierten Wuhan-University, die international gefeierte Industriedesigner hervorgebracht hat und zu den schönsten Universitäten der Welt zählt. Die Nachmittage hingegen stehen den Schülerinnen und Schüler zur freien Verfügung, was den Gastgebern die Möglichkeit gibt, ihnen ihre Lieblingsplätze der Stadt zu zeigen.
Nach zwei Wochen fällt der Abschied meist tränenreich aus, doch bereits einige Monate später steht schon der Gegenbesuch der chinesischen Schüler in Wuppertal an! Und der wird für sie mindestens so spannend wie unsere Reise nach Wuhan.

Derart unmittelbar ein fremdes Land zu (er)leben, ist eine wahrlich einzigartige Erfahrung – und es entstehen Freundschaften, die noch lange nach dem Austausch Bestand haben!