Schulnachrichten

Abiturjahrgang 2013 spendet 1000 Euro an Kindertal
[14.10.2013]

Eine ungewöhnliche Idee hatte der diesjährige Abiturjahrgang des Gymnasiums Sedanstraße. Anstatt wie häufig üblich das restliche Geld der Abiturkasse auf den Kopf zu hauen, hatten sie ein Herz für Kinder, denen es in unserer Stadt nicht so gut geht wie ihnen selbst und wandten sich an Radio Wuppertal. Nachdem das Lehrerkollegium die stattliche Summe von 890 Euro noch ein wenig aufgestockt hatte, konnte Domenic Busch als Vertreter seiner Jahrgangsstufe dem Team von Radio Wuppertal stolz einen Check über 1000 Euro für die Hilfsaktion "Kindertal" überreichen. Hören Sie dazu den original Radiobeitrag vom 27. September 2013.

Folgende erklärende Worte stammen von Domenic:

Schon weit vor unserem Abi-Ball kam der Gedanke auf, das (hoffentlich) nach dem Ball übrig gebliebene Geld zu spenden. Die Idee dazu rührte aus der Hochwasserkatastrophe in Deutschland und der plötzlichen Erkenntnis, dass auch wir Deutsche nicht bewahrt davor sind, von einem Tag auf den anderen nichts mehr zu haben. Als ich der Stufe den Vorschlag machte, den damals noch nicht bekannten Betrag, egal wie groß oder klein dieser ausfallen würde, zu spenden, wurde diese Idee durchweg positiv aufgenommen. Nun waren alle Feierlichkeiten vorbei, viele befanden sich im Auslands-, Erstsemester-, oder sonstigem Stress und wurden nur dadurch wachgerüttelt, dass auf einmal eine Zahl verkündet wurde. Diese Zahl datierte das übrig gebliebene Restgeld und war überraschend hoch. Leider schien die Spendenidee zu lange her gewesen zu sein, sodass sofort Vorschläge wie „Feiern!“ oder „Auszahlen!“ in den Raum geworfen wurden. Eine Diskussion, wie man sie sonst nur von politischen Talkshows und Gremien gewohnt war, brach los. Nach langem Hin und Her wurde sich darauf geeinigt, dass alle Schüler, die ihr Geld zurückhaben wollten, dies selbstständig in die Wege leiten konnten und der Rest sein Geld für eine Spende zur Verfügung stellte. Die nächste Diskussion brach los: Wohin denn nun wirklich spenden? Die Debatte um diesen Punkt weckte den Gedanken, dass Wuppertaler Schüler auch Wuppertaler Bürgern helfen konnten. Kindertal gewann das Ranking mit Abstand. Nun hätte man den Betrag wortlos spenden können; oder ein positives Zeichen an alle Wuppertaler senden können. Mit finanzieller und organisatorischer Hilfe des Kollegiums wurde dann die Spende und das Interview über die Bühne gebracht. An dieser Stelle danke ich nochmals allen Schülern und Lehrern, die ihr Geld den Wuppertaler Kindern selbstlos zur Verfügung gestellt haben.